Holzschindeln und Dachschindeln

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Holzschindeln für Dächer und Fassaden

Immer mehr Architekten und Dachdecker empfehlen Schindeln als zeitgemäßen biologischen Baustoff. In den waldreichen Gebieten der Erde gibt es die Holzschindel praktisch seit der ersten Besiedlung. Die älteste Schindelform ist die Legschindel. Sie wurde einfach auf die Lattung gelegt und zur Befestigung mit Stangen und Steinen beschwert. Im Alpenraum findet man diese Art der Dachdeckung in manchen Gegenden noch heute.

Holzschindeln erfüllen hohe ästhetische Ansprüche, sind Ausdruck von Naturverbundenheit und harmonieren mit der Landschaft. Holzschindeln sind aber auch von ihrer Funktion und Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse her eine durchaus zeitgemäße Alternative zu vielleicht üblicheren Dachdeckungen oder Wandbekleidungen. Dachschindeln werden überwiegend gespalten. Dabei wird das Holz entlang der Faser getrennt und bleibt in der ganzen Schindellänge unzerstört erhalten.

Geschichte der Holzschindeln

Holzschindeln und Dachschindeln

Alle waldreichen Gebiete der Erde kennen die Holzschindel seit Beginn ihrer Besiedlung. Da es keine Nägel gab, wurden die Schindeln nur aufgelegt und mit Stangen und Steinen beschwert. Die im Alpenraum heute noch bekannte Legschindel dürfte somit die älteste Schindelform sein. Diese Schindeln wurden ausschließlich von Hand gespalten. Verwendet wurde im Alpenraum hauptsächlich Fichten- und Lärchenholz, in Mitteldeutschland Eichen- und Buchenholz und im norddeutschen Küstengebiet Eichenholz.

Die Indianer Nordamerikas verwendeten die Western Red Cedar. Als es später Sägen gab, behielt man das Handspalten bei. Während ein Sägeschnitt immer mehr oder weniger schräg zur Holzfaserrichtung verläuft und so die Längsfaser durchschneidet, wird beim Spalten das Holz entlang der Faser getrennt und bleibt in der ganzen Schindellänge unzerstört erhalten. Viele Stadtchroniken belegen, dass fast alle bürgerlichen und bäuerlichen Häuser des späten Mittelalters mit Holzschindeln gedeckt waren.

Erst als das Nutzungsrecht der Wälder allein auf den Grundbesitzer überging und das benötigte Holz bezahlt werden musste, verringerte sich der Anteil an mit Schindeln gedeckten Häusern. Verbesserte Transportmöglichkeiten und industrielle Fertigung anderer Dachbaustoffe trugen ebenfalls zu weiterer Veränderung der Schindeldächer bei.

Herstellung von Holzschindeln

Holz ist ein organischer Werkstoff, der individuell behandelt werden will. Seine Beschaffenheit ist nicht nur bei den einzelnen Holzarten verschieden, sondern unterscheidet sich auch je nach Wuchsgebiet, Standort, Höhenlage und Alter qualitativ voneinander. Kein Baum gleicht dem anderen. Jeder Stamm hat seinen Charakter.

Bei der Wahl der Holzart sind gute Spaltbarkeit, pilzwidrige Inhaltsstoffe und Feinjährigkeit die wichtigsten Kriterien. Unsere Schindelmacher bearbeiten das Holz wie schon Generationen vor ihnen mit Spaltbeil und Reifmesser. Zum Teil werden sie von Maschinen unterstützt. Jede Schindel wird einzeln vom Block abgespalten, keilig geschnitzt und je nach Schindelart mit einer Fase versehen.

Für Wandbekleidungen werden neben den handgespaltenen Schindeln auch gesägte Schindeln – meistens in gleichen Breiten und mit Zierschnitt am Schindelfuß – hergestellt. Die üblichen Schindelformen und Abmessungen sowie die Qualitätsansprüche sind in der DIN 68119 und der Theo Ott Werksnorm enthalten.

Holzarten für Dachschindeln

Hier sehen Sie eine Aufstellung der für die Schindelherstellung geeigneten Holzarten.

Verschiedene Schindelarten

Generell wird bei den Formen für Holz- und Zierschindeln zwischen gespaltenen und gesägten Holzschindeln unterschieden.

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